Referenz·

Lukaskirche Luzern: Ankerklöppel für leiseres Geläut

Mit patentierten Ankerklöppeln wurde das Geläut der Lukaskirche Luzern um bis zu 15 Dezibel leiser, ohne den vertrauten Klang zu verlieren. Eine Lösung, die Anwohner und Kirchgemeinde gleichermassen überzeugt.

Lukaskirche Luzern: Ankerklöppel für leiseres Geläut

Eines der grössten Glockenensembles der Schweiz

Die sechs Glocken der Lukaskirche wurden 1935 gegossen und bilden eines der grössten Schweizer Glockenensembles, das derart offen im Turm sichtbar ist. Die offene Glockenstube mit resonanzstarken Beton-Innenflächen sowie die engstehende hohe Umgebungsbebauung führten dazu, dass das Geläut als schrill und durchdringend wahrgenommen wurde.

In der dicht bebauten Luzerner Neustadt hat das Geläut daher verschiedentlich zu Diskussionen geführt. Die Reformierte Kirchgemeinde entschied sich für eine Anpassung der Klöppel als beste Lösung für den denkmalgeschützten Bau.

Die Lösung: Patentierte Ankerklöppel

Die Muff Kirchturmtechnik AG hat zusammen mit Dr. Matthias Walter eine neue Generation von Klöppeln entwickelt. Der neue Klöppel gleicht einem Anker oder der Pik-Ass-Form, die man von Jasskarten her kennt.

Die Glocken werden musikalischer, ihr Klang runder, wärmer und harmonischer.

— Dr. Matthias Walter, Glockenexperte

Harmonischer Klang, weniger Lärm

Mit den neuen Klöppeln werden die knallenden Anschlagsgeräusche und die schrillen Frequenzen abgedämpft, die Grundtöne dagegen nach wie vor gut angeregt. Die verringerte Schwungweite des Klöppels vermindert die Anschlagsenergie und senkt die Schallemission um bis zu 15 Dezibel.

Massarbeit für jede Glocke

Jede der sechs Glocken wurde vorgängig vermessen und erhielt einen massgefertigten Klöppel. Jeder Klöppel ist ein Unikat. Die neuartigen Klöppel wurden mit Hilfe eines bestehenden Rollwagens im Glockenstuhl eingesetzt, sodass die Glocken im Turm bleiben konnten.

Aufnahme des neuen Gesamtgeläute

SRF-Beitrag zum Projekt